Fuduntu (Linux)

26. August 2012

Da ich mit Ubuntu/LXDE Probleme auf meinem Samsung NC10 hatte (Helligkeit ließ sich nicht verstellen, Akkuanzeige zeigte durchweg 100%), will ich heute mal einen kleinen Erfahrungsbericht zu “Fuduntu” abgeben (hat außer dem Namen nichts mit Ubuntu gemein):

Die Distribution ist ein Rolling Release und hat ihre Wurzeln bei Fedora. Das DVD-Image hat 900MB und bietet auch ein Live-Abspielen zum ausprobieren.
Dank Gnome2.32 und diversen Optimierungen ist die Distribution sehr gut für Netbooks geeignet (es wird mit 30% längerer Akkulaufzeit geworben). Die Vorraussetzungen sind 1Ghz,384MB RAM und 5GB Speicher.
Auf meinem Netbook kann ich das durchaus bestätigen:
Alles läuft wunderbar schnell und die CPU-Auslastung ist meist sehr niedrig. Auch die Bildschirmhelligkeit ließ sich hier verstellen und die Akkuanzeige ist schön. Sehr gefallen hat auch ein Symbol neben der Uhr mit dessen Hilfe man Dinge wie Auflösung, Bildschirme und Leistungsstufe einstellen kann.
Als Browser kommt Google Chrome zum Einsatz. Alles fühlt sich sehr flüssig an. – Ungewohnt wenn man vorher ein aktuelles Windows oder Ubuntu auf dem Netbook hatte. Angenehm ist auch die Applikationsleite, die an Mac OS erinnert.
Gewöhnungsbedürftig ist, dass man “beesu” statt “sudo” benutzt und der Paketmanager yum etwas anders tickt als dpkg oder apt.

Nun zu den Schattenseiten:
Als Entwickler sucht man in der spärlichen Auswahl häufiger nach passenden Paketen: Angefangen von den C++-Erweiterungen für gcc bis zu nicht-existenten Code::Blocks-Paketen. Netbeans mit C++ lässt sich nutzen, wenn man den Installer selbst herunterlädt. MonoDevelop ist noch in der 2er-Version und aus irgendeinem Grund war bei den Gtk-Komponenten zwar ein “File Chooser Widget” aber kein “File Chooser Button”. Glade für Gnome-Oberflächen war (für mich) nicht zu finden.
Immerhin trifft man im der Distribution zugehörigen IRC-Channel auch echte Entwickler an. – Der, den ich gesprochen habe benutzt aber privat kein Linux und hat auf Arbeit RHEL. Meiner Meinung nach sollte ein Entwickler eben auch die Software benutzen, die er programmiert.

Als Fazit bleibt:
Für Leute die das Netbook zum Surfen, Mailen, Musik hören, Videos gucken und gelegentlichen Öffnen von OpenOffice-Dokumenten verwenden ist die Distribution ein Traum. Für Entwickler: Wenn man sich nicht gut mit Fedora-artigen Systemen auskennt, lieber Finger weg davon!
Auch wenn es langsam ist: Ich werde als Windows-Mensch wohl zu MINT wechseln mit dem Netbook und hoffen, dass es halbwegs schnell läuft. Dort dürfte die von Ubuntu bekannte reichhaltige Auswahl an Software bereitstehen und eine große Community hat das System ja schon. Die Hürden mit Fuduntu waren einfach zu hoch und die Community zu klein um sich von dort Hilfe bei Problemen erhoffen zu können.

KW 33

19. August 2012

fällt diesmal nochmal aus :-(

KW 32

12. August 2012

Diese Woche muss leider sehr kurz gehalten werden:

- MS Patchday steht bevor

- Curiosity ist gelandet und hat bunte Bilder vom Mars geschickt

- Olympia endet gerade und man kann festhalten:

  • Die öffentlich-rechtlichen Sender haben diesmal Streams bereitgestellt (und sich dabei in der Dimension der Abrufe verspekuliert)
  • die Kommentatoren haben häufig keine Ahnung von den Sportarten die kommentieren und eine Option ohne Kommentar wird bislang nicht offiziell angeboten
  • wir haben den geheimen, geforderten Medaillensatz (!!!) nicht erreicht – das soll Auswirkungen auf die künftige Verteilung der Mittel haben…

KW 31

5. August 2012

Software-News

kritische Sicherheitslücke (Root-Rechte) in Nvidia Linux-Treiber

Opera 12.01

neues OS X kämpft mit verschiedenen Bugs (hier und hier)

Visual Studio 2012 ab 15.8. für MSDN-Mitglieder veröffentlicht

neuerdings häufiger neue Linux-Kernelversionen…

Spieleplattform Steam für Linux mit erstem Testspiel schneller als unter Windows

neue PureBasic-Version (und Beta für Mac 64Bit)

 

Hardware-News

günstiger Allround-Programmer für ARM und AVR-Chips bei Reichelt

nächstes Arduino-like Bastelboard mit 32Bit-CPU: TI C2000 Launchpad

Tutorial zu Operationsverstärkern

Innenleben eines DTV-Tuners

Gerät zum Batterie-Lötfahnen anlöten

Erkennung, wo eine Bewegung herkommt – Dual-PIR!

Laser-Projektor mit Lautsprecher+Laserpointer+Arduino

Wie man Billig-PC-Lautsprecher verbessert

Mundgesteuerte Werkzeuge (vlt. für Behinderte interessant?)

 

Sonstiges mit technischem/netzpolitischem Hintergrund

Landung des Mars Rovers Curiosity steht unmittelbar bevor

3D-Drucker zur Waffenherstellung

Steve Wozniak druckt sein eigenes Geld

Chaos-Congress ab jetzt wieder in Hamburg

schöner Artikel über Algorithmen, die Musikern beim Schreiben von Songs helfen:
http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Kunst-der-Algorithmen-1655092.html

 

Allgemein: Woche im RL

Kommentar (Wie ich die Nachrichtenwoche erlebt habe)

“Wann kommt endlich die erste Goldmedaille für Deutschland?” – Diese häufig gestellte Frage von Medien war schon sehr nervtötend. Vor allem auch deshalb, weil unsere starken Disziplinen nie ganz zu Anfang kommen oder über mehrere Tage ausgespielt wird. Was weiter unangenehm auffiel war, dass nun häufig der “Video-Beweis” eingefordert wurde was den Spielfluss und die Freude zuzuschauen gedämpft hat.
Positiv war hingegen die Gastfreundschaft der Engländer, die auch fleißig den Konkurenzsportlern geklatscht haben. Schön anzusehen war wie immer Beach-Volleyball oder auch Trampolin-Springen. Bei Sportarten wie dem Fechten hingegen, haben sich mir die Regeln nie wirklich erschlossen – es schien alles Ermessenssache des Schiedsrichters zu sein. Beim Judo war Putin mit im Publikum – er beherrscht einige Kampfsportarten, darunter Judo und trägt den schwarzen Gürtel. Wikipedia machte mir klar, dass es über dem schwarzen Gürtel noch rote gibt.

Außerhalb Olympias war wenig Neues zu vernehmen:
Griechenland, Spanien Blabla (das Übliche eben).
In Syrien werden Besucher verschleppt oder Promis medienwirksam getötet als Abschreckung.
Die russische Punkband Pussy Riot erwartet eine milde Strafe – zumindest sprachen sich dafür ihre Opfer (die staatsnahe Kirche und Putin) aus.
In Indien gab es einen sehr großen Stromausfall wegen Überlastung – betroffen waren über 600Mio Menschen.

Für eine Kontroverse sorgte die Entscheidung vom Innenminister die komplette Führungsriege der Bundespolizei auszutauschen – durch Ministerialbeamte und so, dass es die betreffenden Beamten durch die Presse erfuhren(?). Nachdem vor allem bei den Ermittlungen in der rechten Szene einiges schief lief, knirrschte es dort scheinbar ziemlich. Die Entscheidung wurde mit Problemen in der Zusammenarbeit begründet.
Nun droht uns aber die Situation eine weniger unabhängige (von der aktuellen Regierung unabhängige) Polizei zu haben. – Angesichts solcher Entscheidung überlege ich, eine Kategorie “Diese Woche müssen gehen” einzufügen, die zeigt wessen Köpfe neuerdings aufgrund politischer Entscheidungen (und oft verausgegangenen kleineren Fehlgriffen) rollen.

In den Medien wird weiterhin der Touchscreen zum Abspielen von Animationen benutzt. Früher geschah so etwas in der Regie, heute vom Moderator. In der Anfangszeit haben wir ja häufiger verzweifelte Moderatoren gesehen, deren Text dann nicht zur fälschlicherweise abgespielten Animation passen wollte. Heute hat man das Problem erkannt und nutzt die Technik weniger exzessiv. Ich stelle fest: Die Moderatoren haben trainiert oder die Technik ist inzwischen ausgereifter, jedenfalls sieht man Probleme mit der Technik inzwischen selten.

Bei einem Gang durch die Staßen der Stadt fiel auf, dass “Internet-Café’s” inzwischen immer mehr zu Cafés mit WLAN-Angebot wird. Vermutlich werden die typischen versifften und manchmal (Computer-)Virenverseuchten Surf-Buden bald ein Relikt der Vergangenheit sein.

Zum Schluss noch ein hoch politisches (meist emotionales geführtes) Thema:
Eine deutsche Ruderin ist mit einem bekannten Rechten liiert – obwohl sie selbst nicht aufgefallen ist, hat sie kurz vor ihrer Verbeamtung ihren Job bei der Polizei gekündigt und das Bekanntwerden schlug bei Olympia hohe Wellen. Scheinbar hat sie selbst aber auch Internetseiten mit rechten Inhalten besucht. – Meiner Meinung nach sollte aber auch hier die Unschuldsvermutung gelten – die Meldung lässt nämlich durchaus Raum für Spekulationen ob die Seiten selbst zum Beispiel nicht braun sind, aber zum Beispiel deren Betreiber. Anders sähe es hingegen aus, wenn bekannt würde, dass sie selbst eine entsprechende Gesinnung hat.
Ohne selbst rechtsgerichtet zu sein, finde ich, dass es in einem demokratischen Staat möglich sein muss, auch unpopuläre Gesinnungen (bei Wahlen zum Beispiel) zu ertragen – auch wenn sie noch so hirnverbrannt sind. Alles andere wäre eine “Wahl mit Kindersicherung”, man könnte auch “Ungleichbehandlung für die Gute Sache” sagen.
Falls einmal Idioten an die Macht kommen, ist das kein Versagen des Staates sondern der Menschen, die in ihm leben (sofern keine “Bugs” im Gesetz sind, die “Rootrechte” verschaffen können). Und es wäre ein Armutszeugnis, wenn wir das nicht verhindern könnten ohne das Wahlsystem selektiv gegen den Einen oder für den Anderen zu manipulieren.
Darum halte ich von Parteiverboten etwa soviel wie von Internetsperren: Die Inhalte (und damit die Probleme) verschwinden damit nicht, sie sind nur nicht aus den Augen und dem Sinn der großen Öffentlichkeit. Viele Leute verstehen diese Problematik leider erst mit Slogans wie “Löschen statt Sperren” oder garnicht.
Anderes Beispiel: Manch rechte Partei veranstaltet Jugendcamps oder Dorffeste. Sollte man diese verbieten? Nein, wie ich finde: Aber man sollte auf die Gefahren aufmerksam machen und vor allem entsprechende Gegenanreize schaffen. Die großen Volksparteien dürften dazu sogar genug Kapital haben, aber das einzige mir bekannte Volksfest, was von den Medien transportiert wird und politisch genutzt wird ist das Oktoberfest (von CSU und SPD).

KW 30

29. Juli 2012

Software-News

Lese-Modus in MS-Office2013

Google mit Handschrifterkennung

InkScape-Erweiterung um (die Grundrisse von) Kisten zu erstellen (z.B. für Lasercutter)

Scheduler für Arduino und AVR

Hardware-News

Autos mit Telematik-Einheit gehackt – Bremse fern-abschaltbar(!)

Hoteltüren knacken in 200ms mit Arduino

Spionage-Computer in Steckerleiste

Wie man aus einem ARM-Board zwei macht

NXP-Chip ermöglicht lautere Mini-Lautsprecher (leider)

Karton(!)-Fahrrad gegen Diebstahl

Wie man eine Uhr mit (50Hz) Netzfrequenz-Zeitgeber baut

Wie sich elektronische Bauteile bei unter -100°C verhalten (Video)

Sonstiges mit technischem/netzpolitischem Hintergrund

Tag des Admin

Netzneutralität von ISPs weiter gefährdet – diesmal Kabel vs FileSharing

Online-Händler Zalando (und in der Reportage ansatzweise amazon) in der Kritik

Allgemein: Woche im RL

Kommentar (Wie ich die Nachrichtenwoche erlebt habe)

Zunächst einmal hat mich eine Seite diese Woche sehr erfreut: notesofberlin.com

Die Woche steht im Zeichen von Olympia – im Netz auch #London2012 genannt, dem vielleicht sichersten Ort auf dieser Welt. Besonders interessant fand ich diesmal die kritischen Stimmen im Vorfeld: So wurde von einer Sportlerin Kritik geübt am Sportler-Fördersystem in Deutschland. Ein Bericht hat außerdem klargemacht: Ein Sportler, der nicht ganz bei der Spitzengruppe dabei ist, verdient allgemein eher dürftig (kommt vermutlich auf die Sportart an) – und Olympia macht man mehr deshalb mit, um dabei zu sein, als weil man dort so sehr finanziell verdienen könnte. Eigene Recherchen zeigten mir: Es hat seinen Grund warum es Sportsoldaten gibt, also Sportler, die staatlich unterstützt werden. Sehr lesenswert ist an dieser Stelle der Wiki-Artikel. Kritisieren könnte man noch, wie das Sponsoring der Spiele gehandhabt wird – das lasse ich an dieser Stelle einmal bleiben.
Die Queen schaute bei der Eröffnungsfeier übrigens “not amused” aus – ohne Grund, wie ich finde. Den bis auf die rosa Kleidung der Deutschen war alles schick – und, dass man auf das Auftreten der Deutschen online eindreschen würde war quasi sicher. Nun reißt sich die Presse ein wenig um die Frage “Wo bleibt die erste Goldmedaille!?” und “Für welche Sportart war es aus deutscher Sicht als nächstes ein schwarzer Tag?”. Typisch deutsch überwiegen dieser Tage die negativ-Schlagzeilen. Es ist gefühlt nur eine Frage der Zeit bis nach Schuldigen gesucht wird.

Der Rest der Nachrichten war quasi vorherzusehen:
Der Syrien-Konflikt dauert noch etwas an, während Rußland auf seiner Position bleibt. Daneben brechen dort Religionskriege aus, die vermutlich auch nach einem Machtwechsel weiter für Zündstoff sorgen werden.

Die griechische Situation verbessert sich nicht -> auf Deutschland kommen Milliarden-Zahlungen zu -> Rating-Agenturen lassen die Muskeln spielen.

In Amerika gab es den nächsten Irren, der mit dort frei käuflichen Waffen Menschen tötete. -> Diskussionen um ein Verbot von Automatik-Waffen werden von den freiheitsliebenden Amerikanern leidenschaftlich geführt und Hamsterkäufe durchgeführt.

Die Konjunktur kommt ins stocken, aber die Deutschen kaufen lieber fleißig weiter ein statt das Geld zu den Banken zu bringen, zu denen inzwischen ein gewisses Misstrauen herrscht.

Beim Skandal um Organspende-Rating-Manipulation wurden weitere Hinweise gefunden und es wird nun gründlicher ermittelt.

Überfällige Entscheidungen wurden getroffen:
Das Wahlgesetz mit Überhangmandaten, das unter bestimmten Umständen dazu führen kann, dass weitere Wahlstimmen für weniger Plätze im Parlament sorgen muss geändert werden.

Legal Highs (als Badezusatz verkaufte Rauschmittel) wurden verboten

Es wurde mal kurz über Import-Hürden für chinesische Solarzellen nachgedacht – die Proteste von dort waren sicher…

Der Bevölkerungsschwund wurde in Deutschland gestoppt – dank/wegen Einwanderer (nicht wegen Neugeburten). Es herrscht hier weiterhin Fachkräftemangel.

Zecken breiten sich im Land aus – aus noch ungeklärten Gründen konzentrieren sie sich an bestimmten Stellen in der Natur. Sie sind sehr widerstandsfähig gegenüber Waschmaschinen und Gefrierschränken. :-) (vgl. ZDF heute)

Momentan herrscht recht durchwachsenes, angenehmes Wetter.

Dem Computer zum Sprechen verhelfen

25. Juli 2012

Jeder Mensch nimmt Informationen über den visuellen Weg verschieden gut auf.

Bei mir bleiben visuell besonders die bunten Bilder, Darstellungen von Experimenten oder actionlastige Szenen gut hängen. Beim Lesen lerne ich wenig, beim anschließenden wieder aufschreiben viel. Gerade bei Unterhaltungsbüchern möchte man nun aber nicht alles nochmal aufzeichnen. Außerdem nehme ich Informationen akkustisch ähnlich gut entgegen und kann dabei dann noch Haushaltsarbeiten erledigen (Tipp).

“Da gab’s doch mal dieses Logox, die Vorlesesoftware”, dachte ich mir. “Bestimmt hat sich da in der Zwischenzeit etwas getan – immerhin ist das schon viele Jahre her und bei der Telefon-Hotline verschiedenster Unternehmen ist es eher die Regel von einer Computer-Stimme betreut/vertröstet zu werden. Auch auf heise-online lief mal ein Test, der recht vielversprechend klang. Bei der Bahn ist man inzwischen automatische Zug- und Haltestellen-Ansagen gewohnt. Im Auto spricht in naher Zukunft wohl auch nicht mehr nur das Navigationsgerät mit dem Fahrer.
Sehbehinderte Menschen nutzen solche Vorlese-Programme ebenfalls ständig.

Bei der Recherche nach Vorlese-Software stieß ich nach kurzer Zeit auf das Kürzel “TTS” für “Text-to-Speech” und habe ebenso schnell gemerkt, dass man bei Spracherkennung- und -wiedergabe im Englischen wohl eine ganze Ecke weiter ist. Außerdem hört man schnell, dass sich die Sprachausgabe beim Deutschen eher in die Richtung entwickelt hat, dass nun weniger Wörter falsch ausgesprochen werden. Die Aussprache an sich klingt gefühlt noch genauso wie vor 10 Jahren.

Hier soll nun eine kleine Liste mit entsprechender aktueller, deutsch-sprechender Software und Zusatzinformationen/Sprachdemo entstehen:

Bei der Recherche habe ich eine gut sortierte Liste hier entdeckt. Sie enthält Sprachdemos als MP3 und ist sozusagen perfekt zum vergleichen und um eine Übersicht der Hersteller zu bekommen. Trotzdem möchte ich schon wegen der Online-Speech-Engines eine eigene kleine Liste beibehalten.

Hardware-Bausteine

TTS-Hardware scheint wohl nur englisch-sprachig und entweder knapp oder teuer (oder beides) zu existieren. Die letzte Information darüber habe ich hier gelesen.

Englisch-Sprachig/Sonstiges

Für musikalische Zwecke scheint das kommerzielle, englisch-sprechende Vocaloid wohl ganz geeignet zu sein (Gesangsbeispiel ist im Wiki-Artikel enthalten).
Wenn man aber einfach nur Auto-Tune-Effekte oder andere Leute unfreiwillig richtig singen lassen möchte, lohnt sich ein Blick auf Celemony Melodyne (Wine-tauglich). Aus eigener Erfahrung kann ich da von vielen lustigen Stunden damit berichten! ;-) Sicherlich gibt es dazu auch einiges auf youtube…
Zumindest haben sich Leute damit schon die Mühe gemacht, die Computerstimme aus dem Spiel Portal nachzuahmen (mit Online-Generator und Video): GLaDOS voice generator

siehe auch: Sprachsynthese auf Wiki

Umkehrfunktionen mit Wolframalpha

24. Juli 2012

Für Berechnungen aller Art drängt sich WolframAlpha geradezu auf:
Es plottet nicht nur die eingegebene Formel, sondern es bildet auch die Stammfunktion, die Ableitung und zeigt unterschiedliche Schreibweisen mit gleichem Ergebnis auf.

Vor Kurzem stand ich aber vor dem Problem eine komplizierte, zusammengesetzte Formel mit Exponent in eine Umkehrfunktion mit irgendetwas logarithmischem Umwandeln zu müssen. Nun bin ich da inzwischen ein wenig aus der Übung und dachte mir “im Jahre 2012 gibt’s dafür doch sicher eine Lösung!”. – Tatsächlich gibt es die. Leider ist sie fast nirgendwo dokumentiert. Auf die Schliche kam ich beim Studium der Mathematica-Dokumentation, dem großen Bruder von WolframAlpha.

Lange Rede, kurzer Sinn – so geht’s:

Man benutzt die Funktion “inverseFunction” und übergibt als Parameter die umzustellende Gleichung. Dabei nutzt man idealerweise nur die Variablen x und y, wobei y das f(x) ersetzt.
Möchte man also die Umkehrfunktion zu f(x)=2x, schreibt man inverseFunction(y=2x)

MIDI

23. Juli 2012

Es war einmal eine Zeit in der man beim Soundkarten-Kauf auf Wavetable-Synthese (im Gegensatz zur FM-Synthese) Wert gelegt hat und in die Handys Klingeltöne (zuerst nur monophone – später auch polyphone) im Midi-Format einspielen konnte.

Heute wird das mit Software gelöst und Midi verliert zunehmend an Bedeutung. Trotzdem benutzen auch heute noch Komponisten wie Hans Zimmer Midi-Keyboards um ihre Kompositionen einzuspielen.

Einen guten Überblick zum Thema bietet der 3-teilige Artikel “Besserer Midi-Sound” auf Ginchens Blog.

Zwischenablage / Copy&Paste – Helfer

22. Juli 2012

Wer kennt das nicht:
Wo man früher einfach einen Text markiert, kopiert und woanders eingefügt hat will es heute die Software besonders gut machen – sie kopiert die Schriftart, -größe und sonstige Formatierungen mit. Beim Einfügen in ein eigenes Dokument ist die Chance, dass es zum bestehenden Stil passt dann bei geschätzten 20% – nervig!

Das Programm das da helfen soll ist ein mit PureBasic geschriebener 3-Zeiler:


OpenConsole()
ConsoleTitle ("Zwischenablage-Helfer")

Repeat
content$ = GetClipboardText()
If(Len(content$)>0)
ClearClipboard()
SetClipboardText(content$)
EndIf
Delay(100)
Until dummy

Es öffnet beim Öffnen des Programms einfach ein Konsolenfenster das man nach getaner Arbeit oder bei Problemen einfach wieder schließen kann und ansonsten einfach ignoriert.
Solange das Programm aktiv ist, werden alle in die Zwischenablage kopierten Daten zu Strings ohne Formatierung “gewandelt”.

Ich stelle hier die Windows-Downloads zur Verfügung, die mit Windows 7 64Bit getestet sind. Es ist einmal eine 32Bit- und eine 64Bit-Version (zu erkennen an der 64 im Dateiname) im Paket. Die 32Bit-Version sollte ab Windows 2000/XP laufen.
Für Linux- oder Mac-User gibt es die Möglichkeit sich die Demo-Version von PureBasic zu laden und es damit selbst zu kompilieren. Die Demo-Version hat im Wesentlichen die Einschränkung, dass nicht beliebig viele Codezeilen erlaubt sind – das sollte hier aber kein Problem darstellen.

KW 29

22. Juli 2012

Software-News

Linux Kernel 3.5 fertig

Firefox/Thunderbird 14 sind raus

FreeNAS 8.2 vorgestellt

Mozilla kämpft gegen Speicherlecks von Add-ons und gibt Ausblick auf nächsten Firefox

Intel und Valve basteln an Grafiktreibern und Steam für Ubuntu

Dividieren auf dem AVR-gcc optimieren

Fedora bekommt Mint-Desktop

Oracle lässt Lücke in seiner Datenbank – bis zur nächsten Version

Hardware-News

c’t Hardware Hacks-Special im Kiosk

Raspberry Pi erhältlich

Technik gegen Austrocknung von Tintendruckköpfen entwickelt

eventuell Fehlsichtigkeit bald am Bildschirm korrigierbar – also ohne Brille

Wie man einen Zufallsgenerator aus einem FPGA-Board baut

Alternative zur Autobatterie, wenn man es mit Ladegeräten aus dem RC-/Modellflugbereich zu tun hat (die meist 12V Eingangsspannung wollen): PC-Netzteile

Wie man ein Oszilloskop aus Android-Smartphone bauen

Wie man ausgedruckte PDFs zu einem Buch bindet

generell befasst sich Hackaday in letzter Zeit viel mit “Spielzeug”-Raketen

Sonstiges mit technischem/netzpolitischem Hintergrund

Digitale Mechanismen- und Getriebebibliothek

Apple patentiert verschwindende Scrollleiste

Yahoo fällt wiederholt positiv auf: Zuerst stellen sie ohne Bedenken/Vorurteile eine schwangere Frau als Cheffin ein – und sie wird ordentlich bezahlt, wirkt symphatisch

Zalando macht halbe Milliarde Euro Umsatz

Spionagedrone in Entwicklung

US-Studie: Flüchtiges, anstrengungsloses Denken führt zu einer politisch konservativen Einstellung

Indonesien sperrt/filtert eine Million Porno-Seiten

Mutter hackt Schulcomputer um Noten der Kids aufzupolieren

Handschellen-Schlüssel selbst machen – dank 3D-Drucker

schnellster europäischer SuperComputer (und 4-schnellster der Welt) nimmt Betrieb auf

Kommentar zur Technik-Woche: siehe heise: Die Woche und Allgemein siehe heise: Was war was wird

Allgemein: Woche im RL

Kommentar

Das hier soll nicht weiter eine Nachrichtensammlung bleiben, denn der ursprüngliche Gedanke dieses Teil des Blogs war, aufzuschreiben welche Gedanken die Nachrichten diese Woche erzeugt haben um Trends erkennen zu können und die Nachrichten begreifbarer zu machen.

Zunächst habe ich mich gefreut, dass sowohl von fernsehkritik.tv als auch not-safe-for-work neue Podcast-Teile online kamen und das April-Wetter etwas besser ertragbar machten.
Auch erheiternd war die Forderung der Bayern, auf die Ausgleichszahlungen zwischen den Ländern verzichten zu können. Damit postiert sich die CSU pünktlich vor ihren Wahlen gegen die Bundespolitik – wie immer halt. Schließlich ist es populär in Bayern ein bisschen anders als die breite Masse dazustehen und unbequem zu sein. Ich stelle mir die Frage, ob zwischen Franken und Bayern auch Ausgleichszahlungen fließen.

Weiter ist nachrichtentechnisch zu spüren, dass der wirtschaftliche Aufschwung wieder abnimmt und die steigenden Benzinkosten regen zu Diskussionen über erneuerbaren Energien an.
Auf beiden Seiten gibt es eine starke Lobby – die einen argumentieren “wir können bald mit 100% erneuerbaren Energien Strom gewinnen – brauchen aber weiter die staatlichen Subventionen”, die anderen sagen “erneuerbare Energien sind gut, aber das muss ganz langsam gehen und erstmal neue Netze geschaffen werden. Erneuerbare sind nicht grundlastfähig”. In der Tat sind der Netzausbau ein Problem: Die verantworlichen Stellen lassen sich wohl auch deshalb soviel Zeit, weil je nach Anteil der erneuerbaren Energien andere Trassen (vom Energie-produzierenden Norden zum verbrauchenden Süden) gelegt werden. Vereinzelt hört man dann noch Aussagen wie:

- “wir brauchen keine neuen Leitungen wenn wir im Inland HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) benutzen”
- “wenn wir dezentrale Energiespeicher (zum Beispiel kleine Gaskraftwerke oder die Batterie eines Elektroautos) haben, können wir die Zeiten zu denen keine Sonne scheint und kein Wind weht überbrücken”
- “China verkauft seine Solarmodule konstant 15% unter dem Preis hierzulande, obwohl es selbst nicht billiger produzieren kann. Der Staat hilft da mit – und am Ende kaufen sie hier ganze insolvente Betriebe günstig mit Patenten und Produktionsmaschinen.”
- “zur Mittagszeit, wenn der größte Bedarf an Elektrizität besteht, haben wir ein Überangebot an Strom – das bringt grundlastfähige Kraftwerke in Probleme, weil ihr Strom niedrigere Priorität hat und sie nicht so schnell Regeln können und bei niedriger Last ineffizient arbeiten”

Da man den Wahrheitsgehalt von keiner der Aussagen wirklich prüfen kann, könnte man genausogut Bullshit-Bingo damit spielen.

Nächstes Thema: Schon seit einigen Wochen schaut die Welt abwechselnd auf Syrien und die Entscheidungen im UN-Sicherheitsrat. Warum Russland und China immer ein Veto gegen Strafen einlegen ist mir ein Rätsel. Etwa weil sie selbst quasi-Diktaturen haben und gute Geschäfte damit machen? Wie dem auch sei: Das Problem löst sich gerade von selbst, den die Kämpfe konzentrieren sich auch kleinere Gebiete und der Widerstand kommt scheinbar schon von innen.

Leicht unter dem Radar der öffentlichen Medien geht vor allem im Netz die Diskussion um religiöse Beschneidungen weiter, sodass es nun etwa eine Online-Petition dagegen gibt. Von absurd/lustig bis bitter Ernst ist jede Schattierung der Diskussion vorhanden. siehe auch: hier und hier

Einfach nur lächerlich gemacht haben sich:
- Sepp Blatter mit der Spekulation, dass Deutschland die WM2006 nur durch Tricks bekam (wo Blatter selbst doch Tricksereien vorgeworfen werden)
- Kurt Beck mit seinem Nürburgring-Freizeitpark-Spaß-Tourismus-Angebot das sozusagen schon zu teuer war um damit aufzuhören (vor einiger Zeit wurde das schon einmal bei Maybritt Illner thematisiert) – ähnlich dem Berliner Flughafen
- die Politiker, die jetzt Spanische Banken retten: wieder einmal wusste das Volk schon vorher “wir werden das am Ende zahlen”
- London, dass sich auf die Olympischen Spiele vorbereitet – indem es Raketenabwehrstellungen und eine Flugverbotszohne einrichtet. Selbst ihr Kriegsschiff schippert nun in der Nähe herum.

Nachdenklich dürfte die Nachricht stimmen, dass das Organspende-System scheinbar Ranking-Manipulationen zulässt indem ein Arzt seine Patienten kränker darstellt als sie sind – und das möglichweise sogar legal ist.

Freuen darf man sich über den Versuch Berlins öffentliche WLAN’s einzurichten (letzte Woche hatte ich über sowas schon in Zusammenhang mit NewYork gelesen). Angeblich wird da jetzt öffentlich nach Bewerbern gesucht.

Nun freue ich mich aber als erstes auf wärmere Temperaturen nächste Woche: Mal schauen ob die Meteorologen diesmal richtig liegen. Beneiden lassen sich die Südeuropäer aber auch nicht: Dort sollen 35-40 Grad sein.

Nachrichtenüberschriften/Stichworte

Russland und China weiter gegen Syrien-Sanktionen – kurze Zeit danach: Assads Regime verliert 3 Führungsfiguren bei Anschlag, der aus dem Zentrum kam

Bayern will keinen Länderfinanzausgleich mehr zahlen, führt als Argument die Studiengebühren in München und die “nicht-Gebühren” im verschuldeten Berlin an

Spanische Banken werden gerettet

Urteil zum ESM und Fiskalpakt erst am 12. september

Debatte über Steuerabkommen zwischen Deutschland und Schweiz, weil wieder eine Steuersünder-cd gekauft wurde

Euro schwächelt wegen Staatsschulden-Kriese (dadurch auch bessere Exporte aber Benzinpreise höher)

Banken verlangen weiter hohe Dispozinsen, obwohl sie sich selbst sehr günstig Geld leihen können

Amoklauf in USA im Kino zur Premiere des Batman-Films

PunkBand – aus 3 Frauen bestehend – in Russland wurden gefangen genommen weil sie gegen Putin protestierten

Stellenabbau bei Karstadt

Neckermann kündigt Insolvenz an

Schlecker-Chef unter Verdacht die Insolvenz verschleppt zu haben

Rossmann übernimmt teilweise Ihr Platz

Kurt Beck bekommt kein weiteres Geld mehr um sein bisher gescheiteretes Projekt zu verwirklichen: Den Nürburgring zu einem Besuchermagneten machen

Asylanten bekommen bald mehr Geld (Gerichtsentscheid) – bisher bekamen sie 40% weniger als Hartz-4-Empfänger um keine falschen Anreize zu schaffen

Kettenverträge (befristete Arbeitsverträge hintereinander) sind nach Gerichtsentscheid unzulässig und geben Recht auf feste Anstellung

Proteste in Japan weil weitere AKW’s wieder an’s Netz gehen sollen

Nordkoreas Armeechef entlassen – Spekulationen laufen auf Hochtouren

Waldbrände im Süden wegen anhaltender Hitze (wurde mehrmals in der Woche genannt)

rund 2 Wochen vor Olympia in London: Flugverbotszone ist eingerichtet, das Militär bereit

Fußball: Joseph Blatter steht nach Vorwürfen gegen ihn mit Rücken zur Wand und deutet an die Entscheidung zur WM2006 in Deutschland sei gekauft gewesen

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